Die verlorene Ehre der Katharina Blum

1975, 102 Minuten
So 17:30 Uhr, CineStar 6

Regie Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta Darsteller Angela Winkler, Jürgen Prochnow, Dieter Laser, Heinz Bennent, Hannelore Hoger, Herbert Fux und Mario Adorf Kamera Jost Vacano Musik Hans Werner Henze Produktion Eberhard Junkersdorf; Bioskop-Film, Paramount-Orion Film Production, WDR

Kontakt

Edith Braun/Universal Pictures International, Hahnstr. 31-35, 60528 Frankfurt, Tel 069-66 98 19 49, 069-6 66 47 52, E-Mail Edith.Braun@nbcuni.com

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Nach einer Karnevalsfeier verbringt eine junge Frau, Katharina Blum (Angela Winkler), die Nacht mit einem Unbekannten (Jürgen Prochnow). Am Morgen darauf stürmt die Polizei ihre Wohnung. Die Zufallsbekanntschaft steht im Verdacht, einen Bankraub begangen zu haben und in anarchistischen Kreisen zu verkehren. Doch der Gesuchte ist entkommen und Katharina, die bisher ein unscheinbares und unbescholtenes Leben geführt hat, gerät ins Visier von Polizei und Medien. Der ermittelnde Kommissar Beizmenne (Mario Adorf) und der zynische Reporter Tötges (Dieter Laser) machen ihr das Leben zur Hölle. Den haltlosen Anschuldigungen, die von allen Seiten auf sie einprasseln, ist sie wehrlos ausgesetzt. Als der psychische und soziale Druck unerträglich wird, sieht Katharina im Griff zur Waffe die letzte Möglichkeit, ihre Ehre zu retten.

Der Film zeigt, wie skrupelloser Missbrauch der Pressefreiheit im Zusammenhang mit politischer Paranoia die Würde des Menschen zerstören können. Der Film wurde zwar im zeithistorischen Kontext der RAF-Fahndungen („Deutscher Herbst“) inszeniert, doch die Thematik um die Machtverstrickungen zwischen Staat, Polizei und Justiz, die gezielt geschürte hysterische Angst vor Terrorismus, die Missachtung und Einschränkung von Bürgerrechten und die daraus profitierende Sensationsgier der Medien ist auch heute noch und wieder aktuell.

Über den Regisseur

Volker Schlöndorff (FILMZ 2004) und Margarethe von Trotta (FILMZ 2007) führten bei dieser Literaturverfilmung nach der gleichnamigen Erzählung des deutschen Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll gemeinsam Regie. Schlöndorff (* 1939) zählt zu den profiliertesten Filmautoren der Gegenwart. Er gewann 1979 für DIE BLECHTROMMEL (u. a. mit Mario Adorf) einen Oscar. Von Trotta (* 1942) begann ihre Karriere als Filmschauspielerin, wechselte dann aber früh ins Regiefach. Sie ist die bedeutendste deutsche Filmautorin ihrer Generation und ist vor allem durch politisch-gesellschaftskritische Filme hervorgetreten.

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