Kontakt
Anke Hahn/Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin, Tel 030-30 09 03 32, Fax 030-30 09 03 13, E-Mail ahahn@deutsche-kinemathek.deDiesen Film bewerten
In Nazi-Deutschland treibt ein Serienmörder seit elf Jahren sein Unwesen. Kriminalkommissar Kersten (Claus Holm) will diese Mordfälle unbedingt aufklären, sieht sich aber bald durch Anweisungen von oberster Instanz eingeschränkt: Das NS-Regime will eine sofortige Klärung und nimmt daher, trotz ungenügender Indizienlage, den erstbesten Verdächtigen fest. Kurz darauf gelingt es aber, den wahren Täter festzunehmen: Nun pirscht sich das verrückt-naive Muskelpaket Bruno Lüdke (Mario Adorf) nicht mehr an die „schönen Frauenhälse“ heran.
Die Beweise sind erdrückend, die NS-Justiz muss ihr Urteil zurücknehmen. Doch SS-Gruppenführer Rossdorf (Hannes Messemer) gibt Kersten spürbar zu verstehen, dass in diesem Fall politische Interessen vor der Wahrheit rangieren. Kersten bleibt nicht viel Zeit das Bauernopfer zu retten, zumal er sich selber immer weiter in eine prekäre Lage bringt.
Über den Regisseur
Robert Siodmak (1900 in Dresden - 1973 in Locarno), Sohn eines jüdischen Kaufmanns, kommt, wie auch sein jüngerer Bruder Curt, bereits sehr jung zum Film, wo er bis zu seiner Emigration 1933 mit vielen Größen der damaligen Film- und Kulturbranche zusammentrifft. Nach einer Zwischenstation in Paris, wo er weiterhin Projekte realisieren kann, geht die Reise schließlich 1943 in die USA. Dort dreht er seine Meisterwerke des Film Noir. Aber schon 1951 kehrt er nach Europa zurück. Diese Rückkehr tut Siodmaks Karriere keinen Abbruch, denn nach „The Killers“ (1946) wird ihm „Nachts, wenn der Teufel kam“ die zweite Oscar-Nominierung seines Lebens bescheren.



Diesen Beitrag kommentieren