Der letzte Angestellte

24.11.2010 Langfilmwettbewerb

Er tut es nur für die Familie – seine Frau Irina und seinen fünfjährigen Sohn Simon: Der Jurist David hat nach längerer Arbeitslosigkeit einen Job angenommen, den er eigentlich nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Er soll eine Firma liquidieren – muss alle Angestellten entlassen und die Insolvenzmasse abwickeln. Davids Skrupel scheinen berechtigt: Gleich am ersten Arbeitstag bricht eine junge Frau zusammen, nachdem er ihr gekündigt hat. David fährt die Frau nach Hause, versucht zu trösten – dass die junge Frau plötzlich aggressiv wird und ihn als Heuchler beschimpft, hat er nicht erwartet. Genau so wenig wie das, was nun folgt: Noch in derselben Nacht ruft sie bei ihm zuhause an und bedroht David.

Von nun an taucht sie täglich im leeren Großraumbüro auf und terrorisiert ihn am Telefon. Sie scheint überall zu sein. Als die junge Frau schließlich in einem sehr privaten Rahmen auftaucht, beschließt David, sie zur Rede zu stellen. Wut entbrannt fährt er zu ihr nach Hause – und findet ihre Leiche. Die Frau hat sich erhängt. Von jetzt an gerät Davids Leben aus der Spur: Er hat das Gefühl, dass die Tote sich an ihm und seiner Familie rächen will. Er beginnt, sich vor dem riesigen leblosen Büro, in dem er jeden Tag alleine arbeitet, zu fürchten. Jeder Schatten, jedes seltsame Geräusch, jede Tür, die nicht richtig geschlossen wurde, steigern Davids Angst. Wird er von einem Geist heimgesucht oder liegt es etwa an ihm? Ein gelungener Mix aus Sozialstudie und Genrefilm.

Vorfilm

  • Vorfilm ZweiWurzelnVielMoos1 (2) (250x141)

    Zwei Wurzeln viel Moos

    D 2010 // 10 Min. // Robert Kellner

    Eine halbe Millionen Euro, eine Waffe und eine alte Schuld stellen zwei Brüder auf eine harte Probe.

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