Die Entbehrlichen

25.11.2010 Langfilmwettbewerb

Für den elfjährigen Jakob ist die Kindheit bereits vorbei. Vater Jürgen und Mutter Silke sind arbeitslos und haben vor ihren Alkoholproblemen längst kapituliert. Gewalt und lautstarker Streit sind an der Tagesordnung, zärtliche Momente werden immer seltener. Eines Tages findet Jakob seinen Vater tot in der Wohnung vor – Selbstmord. Aus Furcht, ins Heim gesteckt zu werden, tut der Junge alles, um die Fassade aufrecht zu erhalten: Er geht zur Schule, besucht seine Mutter im Krankenhaus und erzählt der trinkfesten Oma, sein Vater sei auf einer Schulung. Einzig seine Freundin Hannah weiß um seine Not und versucht, ihm zu helfen.

Davor und Danach vermischen sich in der Wahrnehmung des elfjährigen Jungen. Die Form, die Andreas Arnstedt für die Erzählung wählt, ist die Ellipse. Eine unscheinbare Ellipse zieht sich durch den dramaturgisch ungewöhnlichen Film bis zum Ende, innerhalb eines Zeitraums von ungefähr zwei Wochen subjektiv hin und her schwenkend.

Vorfilm

  • Vorfilm VICKI FICKI (250x141)

    Viki Ficki

    D 2010 // 19 Min. // Natalie Spinell

    Die Mutter der 11-jährigen Außenseiterin Viki geht einem ungewöhnlichen Beruf nach, den das Mädchen jetzt zu allem Überfluss auch noch ihrer Klasse präsentieren muss.

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