Mein Leben im Off

25.11.2010 Langfilmwettbewerb

Frank Blumberg ist ein Scheusal – unsozial, egoistisch, wahnsinnig arrogant – und hält sich für einen extrem talentierten Schriftsteller. Bisher tut das sonst allerdings niemand. Als er eines Nachmittags mal wieder völlig genervt in der U-Bahn sitzt, beobachtet er die couragierte Kathrin und da kommt ihm eine geniale Idee: Diese Frau muss Heldin seines neuen Romans werden und so beginnt er, ihr hinterher zu spionieren. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle landet er erst in ihrem Bett und dann als Untermieter in ihrer Wohnung. Kaum vorstellbar, aber der unausstehliche Kerl und das absolut lebensbejahende Energiebündel, das sich als werdende Mama entpuppt, verstehen sich immer besser. Immer tiefer taucht Frank in Kathrins Leben ein und dabei aus seinem eigenen ab. Der neue Roman schreibt sich zwischen Erfüllung ihrer Essenswünsche und der Bewältigung von Dreckwäschebergen wie von selbst. Aber auch Kathrin hat so ihre Hintergedanken, die Frank noch einiges abverlangen werden und zwar in seinem eigenen Leben.

„Mein Leben im Off“ ist ein Film fürs Herz, über Verantwortung und den Platz im eigenen Leben. Situationskomik und Dialogwitz sorgen für einige wohltuende Lacher, das Quäntchen Tragik für Ergriffenheit und das Ende des Films dafür, dass man das Kino mit einem leicht wehmütigen Lächeln verlässt.

Vorfilm

  • Montag

    D 2010 // 18 Min. // Christian Bäucker

    Montagmorgen. Übermüdet von einem durchzechten Wochenenden treffen zwei grundverschiedene Charaktere in einem Spiel aus Anziehung und Abstoßung aufeinander.

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