Das Lied in mir

28.11.2010 Langfilmwettbewerb

Die 31-jährige Schwimmerin Maria wartet am Flughafen in Buenos Aires auf einen Anschlussflug. Trotz des Terminaltrubels dringt das liebevoll gesummte Kinderlied einer argentinischen Mutter an ihr Ohr. Obwohl die junge Deutsche kein Wort Spanisch spricht, berührt sie das Lied zutiefst, sogar einzelne Strophen kann sie mitsingen. Aus der Bahn geworfen, verpasst sie ihren Flug und unterbricht ihre Reise. Neugierig taucht sie in das wunderbare, pulsierende Buenos Aires ein und macht sich auf die Suche nach einer Erklärung. Als ihr Vater Anton ebenfalls anreist, wird Maria misstrauisch.

Es entspinnt sich ein Reigen um Marias Vergangenheit, der bis in die 1980er Jahre reicht und die argentinische Militärdiktatur und den Widerstand aus dem Untergrund einschließt. Während Anton zurück nach Deutschland will, um die Vergangenheit ruhen zu lassen, besteht Maria darauf, das Geheimnis um ihre argentinischen Wurzeln zu enträtseln. Der enttrohnte Vater kämpft um die Liebe seines Kindes, die entwurzelte Tochter um die Wahrheit ihrer Identität.

Der Erstling „Das Lied in mir“ lief im Wettbewerb des Montréal Film Festivals und gewann gleich drei Preise: Er wurde sowohl mit dem Publikumspreis für den beliebtesten Film, als auch mit dem FIPRESCI Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet und erhielt eine besondere Erwähnung der ökumenischen Jury.

Vorfilm

  • Driving Elodie

    D 2009 // 18 Min. // Lars Henning

    Der junge Set-Assistent Tim darf die französische Schauspielerin Élodie nach Drehschluss zum Flughafen fahren und kommt ihr dadurch näher, als er je gehofft hätte.

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