RÜCKBLENDE 1: DIE GLÄSERNE ZELLE

RÜCKBLENDE 1: DIE GLÄSERNE ZELLE

24.11.2011 Rückblende

Fünf Jahre lang saß Architekt Philip Braun unschuldig im Gefängnis. Verurteilt wegen eines Verbechens, das statt seiner aber der Bauunternehmer Lasky beging. Nach der Entlassung kehrt Phillip Braun nach Hause zu seiner Frau und seinem elfjährigen Sohn zurück. Geprägt vom Gefängnisaufenthalt begegnet er seinem neuen Leben mit steigendem Misstrauen und erliegt einigen Fehlinterpretationen. Da ist die Zurückhaltung, mit der sein Sohn Timmie ihm begegnet und der Verdacht, dass Lisa ein Verhältnis mit seinem Freund und Rechtsanwalt David hat. Er versteigt sich in diese Vorstellung. Nach und nach wird er zum Gefangenen seiner Gefühle, bis er sich in einer spontanen Tat „befreit“ und seinen Freund tötet.
Aber es gibt einen Zeugen. Und nun sieht Phillip sich einer neuen Bedrohung gegenüber, aus der es nur einen Ausweg zu geben scheint …
Die Verfilmung des psychologisch dichten Patricia-Highsmith-Romans zeichnet den Weg eines unschuldig Verurteilten zurück ins Leben nach. Geißendörfer wählte für diesen Film die Form der „offenen Produktionsweise“. Das gesamte Team gestaltete einzelne Szenen mit. Die Darstellung der Figuren gewann so an Differenzierung ebenso wie die Lichtdramaturgie bzw. der Schnitt an Intensität.

Deutscher Filmpreis,
zweimal Filmband in Gold: Bester programmfüllender Spielfilm und Schnitt
Prädikat: „besonders wertvoll“, FBW
1979: Nominierung für den Academy Award (Oscar)

Vorfilm

  • 15 METER

    D 2008 // 23 Min. // Erkan Gündüz

    Cemal darf nach einem Gerichtsurteil der Frau seiner Träume nicht mehr näher kommen als 15 Meter. Es erweist sich aber als glückliche Fügung, dass er es dennoch macht, als die Apotheke, in der seine Angebetete arbeitet, überfallen wird.

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