RÜCKBLENDE 2: GUDRUN

RÜCKBLENDE 2: GUDRUN

25.11.2011 Rückblende

Franken zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die 12-jährige Gudrun wird von ihrer Mutter zur Großmutter in ein kleines Dorf nahe Nürnberg abgeschoben. Somit kommt sie der Mutter, die eine Affäre mit einem SS-Mann eingegangen ist, nicht in die Quere. Gudruns Vater kämpft währenddessen als Soldat an der Ostfront. Auch in der dörflichen Idylle sind die Folgen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zu spüren: Die Kinder werden auf kommende Luftangriffe vorbereitet, der kritische Pfarrer wird verhaftet. Gudrun freundet sich mit Fritz, dem Sohn des Pfarrers an. Als sie Fritz in jugendlichem Leichtsinn ihr größtes Geheimnis verrät, kommt es zur Tragödie.
Mit weitgehend unbekannten, ausdruckstarken Darstellern inszenierte Geißendörfer Anfang der 90er-Jahre diese bewegende Geschichte vom Ende einer Kindheit im Nationalsozialismus – sein erster Film, der sich direkt mit diesem Kapitel der deutschen Geschichte auseinandersetzt. Die Kritik lobte das „stimmungsvolle Zeitbild über Schuld, Unschuld, Sühne und das Ende einer leidlichen Kindheit“ und vor allem die Darstellung der Gudrun durch Kerstin Gmelch.

Vorfilm

  • PLAY TIME

    D 2007 // 10 Min. // Hana Geissendörfer

    Weil Rosie ihre ältere Schwester Miranda beim Spielen stört, wird sie an einen Baum gefesselt. Während Miranda sorglos mit ihrer Freundin plaudert und Süßigkeiten genießt, findet ein fremder Mann Rosie …

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