Die Studentin Eva und der Musiker Jo sind unsterblich ineinander verliebt. Doch Jo ist drogenabhängig und Evas Liebe so groß, dass sie ihrem Freund sogar in die Heroinsucht folgt. Dann aber wird Eva schwanger und die beiden entschließen sich, aus der Sucht auszusteigen. Sie träumen vom kalten Entzug in der Abgeschiedenheit Neuseelands, aber dafür fehlt ihnen das Geld. Verzweifelt und ohne jegliche Hilfe seitens der Familie beschließen sie, einen Laden auszurauben – mit fatalen Folgen. Während Jo von der Polizei festgenommen wird, kann sich Eva in der Wohnung des Lehrers Paul einnisten, der ihr schließlich hilft.
Das spannungsreiche und mitreißende Spiel der Hauptdarsteller, allen voran Anna-Maria Mühe, zieht den Zuschauer in den Bann. Der Film ist zugleich kluges Psychogram
m einer intensiven, leidenschaftlichen Liebe sowie einer komplexen Vater-Tochter-Beziehung. Die Regie schlägt leisere Töne an und gibt den Schauspielern viel Raum für eine nuancenreiche Darstellung. Geißendörfer ist ein außergewöhnlicher Film gelungen – ein unverstellter, unerbittlicher Blick auf die Abgründe eines Drogenentzugs.




