PM zur Eröffnungsgala

PM zur Eröffnungsgala

Schönefeld Boulevard eröffnete die 13. Ausgabe des Publikumsfestivals

Um 20 Uhr wurde am gestrigen Abend mit einer großen Eröffnungsgala das diesjährige FILMZ-Festival eröffnet. Zunächst richteten Oberbürgermeister Michael Ebling, Kulturdezernentin Marianna Grosse und Kulturministerin Vera Reiß ein kurzes Grußwort an das Festivalpublikum im gut gefüllten Residenz & Prinzess Filmtheater. „FILMZ passt zu Mainz!“ so Ebling „und macht die Stadt damit auch ein bisschen zur Filmstadt“.

Rebecca Wessinghage und Cornelius Kern, die an diesem Abend stellvertretend für die vierköpfige Leitung (desweiteren Gracieli Schneider und Jan Peschel) durch den Abend führten, erklärten, dass sich das gesamte, größtenteils aus neuen Mitgliedern bestehende Team zunächst erstmal finden musste, um zu entscheiden „Wo bleiben wir uns treu und was machen wir anders?“ wie Wessinghage feststellte.

Kern verdeutlichte, dass neben Altbewährtem, wie beispielsweise den Wettbewerbskategorien, in diesem Jahr auch neue Akzente bei FILMZ gesetzt werden. So finden in diesem Jahr sowohl eine Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt, das zusammen mit FILMZ ein zweitägiges Symposium zum Thema „German Mumblecore“ veranstaltet, als auch mit der Filmwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die ein Symposium zur deutschen Filmkritik ausrichtet, statt.

Der Kurzfilm „Der späte Vogel“ der Filmakademie Baden-Württemberg eröffnete den Abend filmisch. Er erzählt die Geschichte von Thea, die auf ihre alten Tage durch eine ungewöhnliche  Begegnung mit einem echten Raumfahrer die Möglichkeit erhält, noch einmal aus dem festgefahrenen Alltag und ihrer Ehe auszubrechen. Regisseur Sascha Vredenburg, sowie die beiden Produzenten Simon Riedel und Felix Rupel standen nach der Projektion Rede und Antwort.

Thematisch folgte „Schönefeld Boulevard“ seinem Vorfilm. Die 18-Jährige Cindy lebt in Schönefeld, umgeben von ständiger Demütigung von falschen Freunden und enttäuschten Eltern. In einem Ort, der stillzustehen scheint, genau wie die Bauarbeiten auf dem gleichnamigen Flughafen. „Unort“ nennt Regisseurin Sylke Enders die Gegend aufgrund seiner bizarren Realität zwischen leerstehenden Motels und streunenden Füchsen. Doch auch Cindy gelingt es auszubrechen aus dem Alltag und so lernt sie den finnischen Ingenieur Leif kennen, der ihr anders als ihr Umfeld Respekt entgegenbringt.

Regisseurin Sylke Enders, Hauptdarstellerin Julia Jendroßek und Cutterin Katharina Schmidt erzählten von der Arbeit an dem Film und seinen Schwierigkeiten. So stieß Jendroßek erst etwa 2 Monate vor Drehbeginn zur Produktion und „war ein wahrer Glücksgriff“, berichtet Enders. Auf die Frage nach zukünftigen Projekten bedauerte sie, dass gerade Arthouse-Produktionen einen schwierigen Start in der deutschen Kinolandschaft haben und größtenteils nur auf Festivals ausgewertet werden.

Das Mainzer Publikum zeigte sich jedoch sehr erfreut über „Schönefeld Boulevard“, der nicht zuletzt durch seine talentierte Hauptdarstellerin Julia Jendroßek überzeugt.

Am heutigen Mittwoch werden schließlich auch die weiteren Festivalkategorien Mittellang und Dokumentation eröffnet.

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