Der zweite Tag von FILMZ

Der zweite Tag von FILMZ

27.11.2014 Aktuelles

Der zweite Festivaltag von FILMZ neigt sich dem Ende und hinter uns liegt ein Abend aller Filmlängen und -genres. Mit “Porn Punk Poetry” eröffnete der Mittellangenwettbewerb heute eindrucksvoll. Zu Gast waren Regisseur Maurice Hübner und Produzentin Siri Nitschke und plauderten im Anschluss gerne aus dem filmischen Nähkästchen. Dem Publikum besonders gefallen hat die Lichtstimmung des Films, die überwiegend durch Rot und Blautöne Akzente setzte. „Das sind schon so die Eminem-Farben, die wir uns hier vorgestellt haben“, sagt Siri Nitschke zwinkernd. Und auch bei der Wahl der Darsteller wurde ähnlich pragmatisch vorgegangen. „Eigentlich hatten wir uns einen für die Hauptrolle einen komplett anderen Stil vorgestellt“, verrät Regisseur Maurice Hübner. „Dann haben wir mit David Schütter einen ganz besonderen Tipp bekommen und nachdem ich mir sein Demovideo zwanzig, dreißig Mal angeschaut hatte, war ich dann auch von ihm überzeugt.“ Und nicht nur er, sondern auch das Publikum zeigte sich durchaus begeistert. Es folgten „Erlösung“ und „Wir fliegen“.

Auch der Spielfilmwettbewerb setzte sich fort und zwar mit „Be My Baby“, einer feinfühligen Tragikomödie zum Thema Downsyndrom. „Patong Girl“ schloss den Abend im Capitol und räumte mit den klischeehaften Vorurteilen rund um die große Liebe in Thailand auf.

An diesem Mittwoch wurde es zudem mal wieder andersARTig. Die Kurzfilmreihe für den besonderen Stoff wartete mit neun größtenteils animierten Filmen auf, die alle durch ihren ganz besonderen Charme und Liebe zum Detail bestachen. Den Anfang machte „Employee of the Day“ und hielt düstere Zukunftsvisionen für den Zuschauer bereit. „Vor allem Blade Runner, einer meiner Lieblingsfilme, oder auch Matrix haben mich bei der Stadtzeichnung sehr beeinflusst“, erzählt der Regisseur Alexander Isert im anschließenden Gespräch. Den Abschluss machte „Hermes und Aphrodite“, der einfühlsam und elegant das Thema Transgender behandelt, was anfänglich allerdings auch zu Problemen mit der finanziellen Förderung geführt habe. Zum Ende der Reihe wurde noch ein Best Of des KinoKabaret gezeigt, was bewies, dass große Filme auch in kleiner Zeit geschaffen werden können.

Der Dokumentarfilmwettbewerb öffnete heute mit L’Chaim! – Auf das Leben und begleitete eine Mutter-Sohn-Konstellation vor dem Schatten der Vergangenheit und einem lebensbejahenden Blick in die Zukunft.

Neuer Tag – Neue Filme

Und morgen geht es auch schon weiter mit unserem bunten Programm. Der Mittellangenwettbewerb geht in die zweite Runde und nimmt den Zuschauer in „Schwarzer Zucker“ mit auf eine emotionale Reise zurück zum Mauerfall, während bei „DMD KIU LIDT“ ganz die Musik im Vordergrund steht. Zudem lehrt uns der Horror-Genre-Abend des Langfilms ordentlich das Gruseln und zeigt mit „Der Samurai“ und „Blutgletscher“ zwei besonders verstörende Exemplare. Im Dokumentarfilmwettbewerb werden heute zwei Beispiele des ganz alltäglichen Lebens beleuchtet. „Silver Surfer“ beschäftigt sich mit über Achtzigjährigen, die den Computerbildschirm als Fenster zur Welt für sich entdeckt haben und „Hier sprach der Preis“ verfolgt die letzten Tage im Dasein eines Praktiker-Marktes in der Provinz. Ein Highlight an diesem Tag ist sicherlich der Kurzfilmwettbewerb und 20 Uhr im Residenz & Prinzess, bei dem sieben Neun- bis Neunzehnminüter um die begehrte Sieger-Trophäe kämpfen, die schon an diesem Abend verliehen wird. Daneben hat man wie gewohnt noch die Gelegenheit, in der Bar jeder Sicht mit Filmemachern und -liebhabern ins Gespräch zu kommen. Und damit starten wir die Projektoren und sagen: Film ab!

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