Der Festival-Freitag bei FILMZ

Der Festival-Freitag bei FILMZ

29.11.2014 Aktuelles

Gestern ging der vierte Festivaltag von FILMZ zu Ende. Neben Beiträgen im Lang-, Mittellang- und Dokumentarfilm, lockte am Abend das Stummfilmkonzert in der Altmünsterkirche. Auch danach war noch lange nicht Schlafenszeit: Beim FILMZappeln im Kulturclub Schon Schön tanzten feierlaunige Kinogänger bis in die frühen Morgenstunden.

Am Nachmittag öffnete das Capitol für die mittellangen Filme seine Pforten. Der erste Film des Tages war Robert Windischs „Die Stille zwischen den Tönen“, gefolgt von Vanessa Gräfingholts Film „Tuppern“, sowie „Das blühende Leben“ von Clemens Roth. Unter den Kinogästen befanden sich die jeweiligen Regisseure, die unmittelbar nach den Filmen, sowie im anschließenden FILMZirkel in der Bar jeder Sicht für Fragen zur Verfügung standen. Mit einem Präsent der besonderen Sorte konnte Vanessa Gräfingholt punkten: Im Anschluss an ihren Film „Tuppern“ ließ sie im Publikum lilafarbene Eiertrenner verteilen, die ihr während ihrer Recherche zu Tupper-Parties begegneten. „Scheinbar ist es für manche eine schwierige Angelegenheit Eigelb und Eiweiß zu trennen, von daher kann so ein Teil wirklich nützlich sein. Einmal im Jahr“ so Gräfingholts trockener Kommentar.

Das CinéMayence präsentierte ab 20:30 Uhr zwei Dokumentarfilme. Franziska Hoenisch warf mit ihrem Film Bist du German, hast du Angst einen kritischen Blick auf die Lage der Nation, während Eibe Maleen Krebs‘ Film Vom Hören Sagen einfühlsam das Schicksal blinder Menschen porträtiert.

Parallel dazu fand das mittlerweile zur festen Tradition gewordene Stummfilmkonzert in der Altmünsterkirche statt. Gezeigt wurde in diesem Jahr Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker Der Letzte Mann. Begleitet wurde der Film von Graf Stephan von Bothmer, der an der Kirchenorgel diesen bedeutenden Film würdig in Szene zu setzen wusste und so diesen Abend zu einem Filmerlebnis von besonderer Klasse machte.

Fortgeführt wurde auch der Wettbewerb der Langfilme. Um 20 Uhr öffnete sich im Capitol der Vorhang für Rick Ostermanns Nachkriegs-Flüchtlingsdrama „Wolfskinder“. Direkt im Anschluss lief mit „Zeit der Kannibalen“ eine tiefschwarze Komödie, die mit viel Zynismus und Kapitalismuskritik aufwarten konnte. Regisseur des Films ist Johannes Naber, der bereits 2011 mit seinem Film „Der Albaner“ das Mainzer Rad gewinnen konnte.

Pünktlich zum Wochenende gab es nach dem Filmprogramm die Möglichkeit einmal aus dem Kinosessel aufzustehen die Tanzmuskeln zu trainieren. Beim FILMZappeln im Kulturclub Schon Schön sorgte die Elektropop Band Yucca und die Hamburger Partyreihe King Kong Kicks für beste musikalische Untermalung, um sich einen Tag voller Filme und Popcorn von den Hüften zu schütteln.

Und so geht es weiter

Neben weiteren Filmen aus der Sektion Lang-, Mittellang- und Dokumentarfilm, steht der heutige Samstag vor allem im Zeichen der lokalen Filme. Ab 12 Uhr präsentiert das Gutenberg-Museum den lokalen Langfilm „Sub Rosa“, sowie eine Auswahl aus lokalen Kurzfilmen. Am Mittag dreht sich alles um den ganz frischen Wind in der deutschen Filmszene. Das FILMZ und das Deutsche Filmmuseum Frankfurt laden ab 15 Uhr zum Symposium zum Thema „German Mumblecore” ins Cinémayence. Zu sehen sein werden unter anderem „Love Steaks“ und „Papa Gold“, sowie Kurzvorträge und Filmgespräche mit den Regisseuren Hanna Doose, Jakob Lass und Tom Lass.

Mit der Gong-Show findet am Abend ein etwas anderer Filmeabend statt: In Zusammenarbeit mit dem exground Filmfest Wiesbaden, hat es sich das FILMZ zur Aufgabe gemacht EURE Kurzfilme zu zeigen: Je abseitiger und kurioser desto besser. Dafür könnt ihr noch bis 19 Uhr eure Perlen im Schon Schön auf DVD oder USB-Stick abgeben (Maximallänge 10 Min.). Los geht es mit der Gong-Show dann um 20 Uhr im Schon Schön.

In diesem Sinne: Vorhang auf für den vorletzten Festivaltag!

© 2010 FILMZ - das Festival des deutschen Kinos
Impressum | Kontakt | Newsletter | RSS: Beiträge & Kommentare
Powered by WordPress | Konzeption, Gestaltung & Umsetzung: Fischhalle