FILMZ 2015 – Das Festival wird 15 Jahre alt

FILMZ 2015 – Das Festival wird 15 Jahre alt

Das Mainzer Publikumsfestival erhellt den Herbst 2015 mit filmischen Highlights und aktuellen Themen des deutschsprachigen Kinos

Vom 24. bis zum 29. November feiert FILMZ – Festival des deutschen Kinos seinen 15. Geburtstag. Verteilt auf fünf Spielstätten laufen zusammengerechnet  69 Lang-,  Mittellang- ‚ Kurz- und Dokumentarfilme, welche es unter viel Konkurrenz ins Programm geschafft haben.

Auch in diesem Jahr zeigt das Festival wieder Einblicke in die deutschsprachige Kinolandschaft und stellt einen direkten Dialog zwischen Zuschauern und Filmschaffenden her. Besonders ist dabei die gesellschaftliche Aktualität der Themen, die sich beim diesjährigen FILMZ zeigt. In allen Sektionen finden sich Filme, welche sich mit der Flüchtlingsthematik auseinandersetzen und das Symposium beschäftigt sich mit Rolle von Frauen in der deutschen Filmindustrie.

Um das Festival auch nicht deutschsprachigen Besuchern zu öffnen, werden viele der Filme mit englischen Untertiteln gezeigt. Des Weiteren gibt es 2015 zum ersten Mal einen neu eingerichteten Online-Verkauf, der den Erwerb von Karten vereinfacht sowie das FILMZentrum in der Walpodenakademie, in dem sich die Besucher während des Festivals über alles rund um FILMZ informieren können.

„Wir freuen uns, FILMZ zum 15. Geburtstag gratulieren zu können. Auch dieses Jahr belebt das Festival mit seinem abwechslungsreichen Programm das Mainzer Kulturleben. Gerade auch die Aktualität der diesjährigen Themenauswahl stellt eine weitere Bereicherung des Festivals dar“, betont Marianne Grosse, Kulturdezernentin der Stadt Mainz.

Erneut ist die Stadt Mainz Veranstalter des Festivals, welches von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins Brainstream organisiert wird. Größter finanzieller Unterstützer ist die Landesregierung Rheinland-Pfalz, die 25.000 Euro für FILMZ beisteuert. Kulturstaatssekretär Walter Schumacher unterstreicht: „Das in der Filmszene bundesweit bekannte Mainzer Festival mit seinem breit gefächerten und facettenreichen Programm wird wieder große Kinoerlebnisse bieten. Ich hoffe mit dem Organisationsteam, dass die Filmfans dieses Jahr in großer Zahl kommen, denn das Angebot ist exquisit.“

Sechs Tage die besten Filme für jeden Geschmack

Die Wettbewerbsfilme werden von den verschiedenen Auswahlgruppen unter hunderten Einreichungen ausgewählt, um dem Publikum nur die qualitativ besten Produktionen des Jahres präsentieren zu können. FILMZ versteht sich traditionell als Publikumsfestival, daher werden auch die Gewinner der verschiedenen Kategorien von diesem gewählt.

Der Spielfilmwettbewerb findet während des Festivals täglich um 20 und 22:30 Uhr im Capitol statt. Auf vielfachen Wunsch wird es für jeden der Filme eine Wiederholungsvorstellung im Palatin geben, sodass der gesamte Spielfilmwettbewerb auch von Freitag bis Sonntag gesehen werden kann.

Den Auftakt bildet auf der offiziellen Eröffnungsgala am Mittwoch den 24. November im Residenz das thematisch hoch aktuelle Flüchtlingsdrama „Babai“, das auf dem Filmfest München bereits den Förderpreis für Drehbuch, Regie und seine beiden Hauptdarsteller gewann. Anschließend wird es einen Sektempfang sowie eine Eröffnungsparty im Lomo geben.

Viele der Spielfilme liefen bereits bei anderen namhaften Filmfestivals wie Toronto, der Berlinale oder dem Festival Max-Ophüls-Preis. „Auch in diesem Jahr konnten wir wieder eine vielfältige Auswahl an qualitativ sehr guten Filmen treffen, die uns begeistert haben. Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei“, so Pirmin Balk von der Langfilmauswahl. Die neun Wettbewerbsfilme konkurrieren um das „Mainzer-Rad“, das von Juwelier Weiland gesponsert und gestaltet wird sowie um ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro, das die Sparda-Bank Mainz anteilig zuschießt.

Neben dem Wettbewerb wird im Rahmen des lokalen Spezials am 28.11. um 12 Uhr im Gutenberg-Museum „… und der Rest ist Geschichte“ von Niko Kühnel gezeigt. Mit einer Sondervorstellung von „Alki Alki“ am 28.11. um 17:30 Uhr im Cinémayence kommt dieses Jahr ein bekanntes Gesicht zurück zu FILMZ. Regisseur Axel Ranisch gewann 2013 mit seinem Film „Ich fühl mich Disco“ das Mainzer Rad. Und auch für das jüngere Publikum ist mit der Vorstellung von „Im Spinnwebhaus“ am 29.11. um 12 Uhr im Capitol etwas dabei. Das moderne Märchen richtet sich trotz seiner eher düsteren Prämisse an die ganze Familie.

Der Wettbewerb der mittellangen Filme ist auch weiterhin eine Besonderheit des FILMZ Festivals. Von Mittwoch bis Samstag werden jeden Tag um 17:30 Uhr im Capitol jeweils drei bis vier mittellange Filme gezeigt. Diesen Produktionen, welche mit einer Länge von 20 bis 69 Minuten aus den üblichen Rastern herausfallen und auf anderen Festivals daher wenig Beachtung erhalten, wird bei FILMZ eine Plattform geboten. „Das Schöne an mittellangen Filmen im Vergleich zu anderen Kategorien ist, dass sie deutlich tiefer in die Handlung eintauchen als Kurzfilme aber zumeist freier gestaltet sind als Langfilme. Wir möchten dazu beitragen, dass auch diese Filme die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen”, meint Eva Scholz von der Auswahl der mittellangen Filme. Das Potenzial der Mittellangen spiegelt sich auch im Programm wider. So sind alle drei Gewinner des diesjährigen Studentenoscars, des „Student Academy Award“, vertreten und mit Darstellern wie Ludwig Trepte, Benno Führmann und Burat Yiğit finden sich auch in dieser Sektion bekannte Namen. Letztere spielen in „Dr. Illegal“, welcher ebenfalls die Flüchtlingsthematik aufgreift. Das Preisgeld von 750 Euro wird von Indievisuals gesponsert.

Im Kurzfilmwettbewerb konkurrieren am Freitag um 20 Uhr im Residenz neun Filme um die Gunst des Publikums. Am Tag darauf findet der Wettbewerb der lokalen Kurzfilme im Gutenberg-Museum statt. Nicht nur professionelle Filmemacher aus der Region, auch Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind hier mit ihren Werken vertreten. Zum fünfjährigen Jubiläum der Sektion andersARTig treten auch diese Filme erstmals im Wettbewerb gegeneinander an. „Wir freuen uns, dass die Kurzfilmsektion mit diesmal gleich drei Wettbewerben weiterhin ein Kernstück des Festivals darstellt. Die diesjährigen Filme halten wieder für jeden Geschmack etwas bereit und zeigen die große Vielfalt, welche Kurzfilme zu bieten haben“, so Jan Czmok von der Kurzfilmauswahl. Der Kurzfilmwettbewerb wird mit 500 Euro von Kontrastfilm gesponsert.

Lebensgeschichten sind es, die den fünften Dokumentarfilmwettbewerb bei FILMZ ausmachen. Die Wettbewerbsfilme werden zwischen Mittwoch und Samstag um 20 Uhr im CinéMayence gezeigt. „Im Zentrum der Filme stehen Menschen, die uns verschiedene Blicke auf das Leben eröffnen. Für ein gegenseitiges Verständnis ist es wichtig, auch andere Perspektiven kennenzulernen. Auch im Dokumentarfilm-Wettbewerb beschäftigen sich einige Filme mit Personen, die neu in Deutschland sind. Durch sie lernen wir nicht nur etwas über Fragen der Integration und Toleranz, sondern auch über uns selbst“, so Rebecca Wessinghage von der Dokumentarauswahl. Der Wettbewerbspreis von 800 Euro für den besten Dokumentarfilm stammt in diesem Jahr von Light & Sound.

Bei FILMZ bestimmt das Publikum nicht nur die jeweiligen Gewinnerfilme, auch der direkte Dialog mit den Filmschaffenden ist zentral. Daher wird es auch in diesem Jahr im Anschluss an die Wettbewerbsvorstellungen Gespräche mit den Filmemachern geben. Um die Gespräche im Anschluss weiter vertiefen zu können, findet der FILMZirkel täglich von Mittwoch bis Samstag ab 20 Uhr in der Bar jeder Sicht statt. Hier können Zuschauer und Filmemacher zusammenkommen und in entspannter Runde den Festivaltag ausklingen lassen.

Die Preisverleihung findet als großer Abschluss am Sonntag um 20 Uhr im Capitol statt. Im Anschluss an die Siegerehrung werden die Gewinner des Kurz- und Langfilmwettbewerbs noch einmal gezeigt.

Um auch fremdsprachigen Besuchern die Möglichkeit zu geben FILMZ zu besuchen, werden viele der Filme in diesem Jahr mit englischen Untertiteln gezeigt. „FILMZ lenkt  den Blick auf die deutsche Kinolandschaft. Die Einführung englischer Untertitel ermöglicht es, diese auch einem internationalen Publikum zugänglicher zu machen“, begründet Jan Peschel von der Festivalleitung die Neuerung.

Diskussionen und Spaß im ausgebauten Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm findet ab diesem Jahr unter dem Namen FILMsZene statt.

Erneut wird ein Symposium stattfinden, welches von zwei auf fünf Tage ausgebaut wurde und unter dem Motto „Frauen. Macht. Filme“ stehen wird. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt und der Filmwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität finden zwischen Mittwoch und Sonntag hierzu täglich Veranstaltungen statt. In den verschiedenen Gesprächen, Lectures und Filmvorführungen soll die Rolle von Frauen vor und hinter der Filmkamera beleuchtet werden. Dazu werden neben weiteren Gästen Regisseurinnen, Produzentinnen und Kamerafrauen an Diskussionen teilnehmen. Als besonderer Gast wird die Schauspielerin Katja Riemann am 26.11. ab 18 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums erwartet.

Auch weitere altbekannte Programmhighlights finden zum 15. Geburtstag wieder statt. Stummfilmkonzerte gibt es gleich zwei, welche unter dem Namen Ernst Lubitsch stehen werden. Noch vor Festivalbeginn präsentiert die Rheinische Orchesterakademie Mainz am Sonntag den 22.11. um 19 Uhr in der Alten Lokhalle ihre musikalische Begleitung zu „Das Weib des Pharao“ mit großem Orchester. Im Rahmen des Festivals kann am 26.11. um 20 Uhr in FILMZ-Tradition in der Altmünsterkirche „Madame Dubarry“ zu Orgelmusik genossen werden. Es besteht die Möglichkeit, ein vergünstigtes Kombiticket für beide Konzerte zu erwerben.

Im Rahmen des Drehbuch-Pitchings am 29.11. um 15 Uhr im Lomo werden wieder neue Talente gesucht. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro, welches von Kontrastfilm gesponsert wird sowie einen Überraschungspreis von Drama Queen.

In der Gong-Show, die in Zusammenarbeit mit dem exground Filmfest Wiesbaden am Samstag um 21 Uhr im Kulturclub Schon Schön stattfindet, müssen sich Amateurkurzfilme einer Jury stellen. Zwischen 19 und 20 Uhr kann hier jeder seinen Kurzfilm abgeben und auf den Sieg der „goldenen exground-Filmgurke“ und ein Preisgeld von 50 Euro hoffen. Es gilt: je trashiger, desto besser. Doch nur wer genug überzeugt, um nicht ausgegongt zu werden, wird bewertet. Im Anschluss dürfen Teilnehmer und Zuschauer gemeinsam im Schon Schön weiterfeiern.

Wie üblich kommen auch die feierfreudigen Besucher nicht zu kurz. Auf der FILMZ-Party, die am Freitag ab 22:30 Uhr an der Planke Nord im Gebäude 27 stattfindet, kann ordentlich getanzt werden.

Vorweihnachtlich-gemütlich wird es dann am ersten Advent um 15 Uhr beim Adventskaffee in der Bar jeder Sicht. Zu sehen gibt es Rosa von Praunheims Weihnachtsfilm „Can I be your Bratwurst, please“.

Kartenverkauf

Neu bei FILMZ ist in diesem Jahr, dass Tickets für die einzelnen Filmvorstellungen nun auch Online auf www.filmz-mainz.de/tickets gekauft werden können. Natürlich sind die Karten weiterhin auch an den Vorstellungsabenden erhältlich sowie an den z-tix Vorverkaufsstellen bei der Ticketbox in der Kleinen Langgasse, im Tourist Service Center am Brückenturm am Rathaus und im Ticketshop im Mediamarkt Mainz.

Zudem wird in diesem Jahr erstmals ein Festivalzentrum eingerichtet: das FILMZentrum. In der Walpodenakademie in der Neubrunnenstraße 8, in unmittelbarer Nähe zum Hauptveranstaltungsort Capitol, können sich die Besucher nicht nur mit Karten sondern auch allen weiteren Informationen rund um FILMZ versorgen.

Die Karten für die Filmvorführungen kosten 9 €/ 7 € ermäßigt (für Schüler, Studierende, Rentner und schwerbehinderte), Sondervorstellungen 7 €/ 5 €. Karten für die Eröffnungsgala und den Kurzfilmwettbewerb sind für 11 €/ 9 € erhältlich. Dauerkarten gibt es für 60 € bzw. 45 €,  diese gelten für alle Veranstaltungen außer dem Stummfilmkonzert (14 €/ 12 €, Kombiticket 25 €/ 20 €).

Akkreditierungen

VertreterInnen der Presse können sich bis zum 20.11. kostenlos akkreditieren lassen. Dazu ist eine Mail an presse@filmz-mainz.de zu senden, in welcher neben Angaben von Name und Telefonnummer die journalistische Tätigkeit im Medienbereich nachgewiesen werden muss. Akkreditierungen können während des Festivals im Festivalzentrum abgeholt werden, hier sind zudem spätere Akkreditierungen für 20 € möglich.

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