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FILMZ - Festival des deutschen Kinos
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Startschuss ins FILMZ-Jubiläumsjahr: Muschelkino mit Pride-Programm und Hollywood-Star

30.03.2026

Eya Bellagha (links) und Slim Baccar (rechts) in WHERE THE WIND COMES FROM, eines der Highlights im diesjährigen Muschelkino-Sommerprogramm (©Kairos Filmverleih)

Ab Dienstag, dem 07. April, kehrt das Muschelkino von FILMZ mit seinem Sommerprogramm an den Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zurück. Mit dem Kult-Musikfilm ALMOST FAMOUS legt das Programm einen rockigen Semesterauftakt hin und heißt alle Filmfreund:innen und neuen Student:innen im Rahmen der Einführungswoche herzlich im Hörsaal N2 in der Muschel willkommen. An jedem Dienstag im Semester wird wie gewohnt um 20:30 Uhr ein vielfältiges Programm aus Klassikern und Geheimtipps geboten – und das völlig kostenlos. Zusätzlich wird mit Sitzkissen und einer Auswahl an kühlen Getränken für gemütliche Kinostimmung gesorgt.

„Das Muschelkino von FILMZ ist seit Oktober 2022 fester Bestandteil der Mainzer Kino- und Kulturszene, zählte im letzten Jahr über 3.000 Besucher:innen und wurde im vergangenen Oktober als erstes Unikino überhaupt mit dem Kinoprogrammpreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Das Programm in diesem Sommersemester ist daher ein toller Auftakt für die Feierlichkeiten des 25. Jubiläums von FILMZ!“

Marvin Leidel, 3. Vorstand FILMZ e.V.

Nach der ersten aufregenden Woche an der Uni wird das Publikum mit dem Pixar-Animationsfilm RATATOUILLE am 14. April in kindliche Nostalgie versetzt und hoffentlich nicht nur hungrig, sondern auch neugierig auf die weiteren fünfzehn Filme gemacht. So wagt das Programm unter anderem mit GEGEN DIE WAND am 21. April einen Perspektivwechsel auf das deutsch-türkische Kino, beleuchtet am 05. Mai mit TO BE OR NOT TO BE die jüdische Perspektive im Hollywood-Kino während des Zweiten Weltkrieges und rückt neben vielen weiteren Filmen mit ALL WE IMAGINE AS LIGHT am 12. Mai weibliche Perspektiven in den Vordergrund.

Einen ersten großen Höhepunkt markiert WIRF DEIN HERZ INS MEER, eine hoffnungsspendende Dokumentation über Zwangsstörungen, am 28. April. Das Muschelkino begrüßt mit dem österreichischen Co-Regisseur Christian Kogler dabei seinen ersten Gast des Jahres. Dieser macht auf seiner internationalen Kinotour in Mainz Halt, um als ehemaliger Betroffener über eigene Erfahrungen mit Zwangsstörungen berichten zu können.

Am 19. Mai erwartet das Publikum mit CHESS OF THE WIND gleich das nächste Highlight im Muschelkino. Der Film aus dem Jahr 1976 galt durch sein jahrzehntelanges Verbot als ein längst verlorengeglaubter Schatz des iranischen Kinos und feierte nach seiner Restaurierung im Jahr 2020 auf internationalen Filmfestivals große Erfolge als wiederentdecktes Meisterwerk.

Queerer Schwerpunkt im Juni

Nach dem rebellischen Coming-of-Age Roadmovie WHERE THE WIND COMES FROM am 26. Mai startet das Muschelkino mit frischem Wind in den Juni, in welchem erstmalig auch ein thematischer Schwerpunkt gesetzt wird.

„Die Programmauswahl stellt unser Team jedes Jahr aufs Neue vor eine Herausforderung: Alle Perspektiven und relevanten Themen unserer vielfältigen Gesellschaft abzudecken, ist bei der begrenzten Anzahl an Filmen gar nicht möglich. Daher haben wir uns dieses Jahr dazu entschlossen, zum ersten Mal einen inhaltlichen Fokus zu setzen: So soll der Juni ganz im Sinne des Pride-Month Zugänge zum Thema Queerness eröffnen und Räume für Austausch schaffen.“

Wienke Weiss, Muschelkino-Co-Leitung

Von insgesamt sechs Slots im Juni wird die Hälfte der Reihe zusammen mit alten und neuen Gäst:innen und Kooperationspartner:innen bestritten.

So wird am Montag, dem 01. Juni, zusammen mit der Hochschulgruppe Kritische Medizin durch die Dokumentation WO/MEN hinter die Strukturen patriachal geformter Geschlechtsidentitäten und verankerter Rollenbilder in Albanien geblickt. Gleich den Tag darauf, am 02. Juni, zeigt das Muschelkino in Kooperation mit der Stabstelle Gleichstellung und Diversität der JGU FIREWORKS: Ein sizilianisches Coming-of-Age Drama basierend auf einer wahren Kriminalgeschichte, die Anfang der 1980er Jahre zur Gründung des ersten italienischen LGBTQ-Verbandes „Arcigay“ geführt hat.

Nachdem Xenia Popescu von Cinema Strikes Back bereits zuletzt einem gefüllten Muschelkino interessante Perspektiven hat eröffnen können, wird sie auch in diesem Semester am 09. Juni wieder zu Gast in der Muschel sein. Im Anschluss an den Coming-of-Age Horrorfilm I SAW THE TV GLOW wird sich in einem Q&A über die queere Thematik des Films ausgetauscht.

Mit glitzernder 70er-Jahre Ästhetik und kraftvoller Musik wird am 16. Juni mit VELVET GOLDMINE die zweite Hälfte des Pride-Programms eingeläutet. Auch die Anime-Fangemeinschaft wird mit LIZ UND DER BLAUE VOGEL am 23. Juni nicht enttäuscht, der sich besonders durch seine queere Lesart an großer Beliebtheit erfreut. Passend zum Abschluss des queeren Juni-Programms schwingt auch die Stimmung etwas um: So wird am 30. Juni mit HAPPY TOGETHER ein komplexes Porträt von schwuler Intimität und Einsamkeit präsentiert.

Abschluss mit Hollywood-Star

Nach dem Pride-Programm markiert die skurril-schräge Liebesgeschichte PUNCH-DRUNK LOVE am 07. Juli zwar das Ende des regulären Dienstagprogramms; der Sommer endet für das Muschelkino in diesem Jubiläumsjahr aber ausnahmsweise noch nicht mit der Vorlesungszeit:

So freut sich das Muschelkino-Team, am Freitag, dem 17. Juli, um 18:30 Uhr im Rahmen der Vorführung des Oscar-prämierten Hollywoodfilms BLACKKKLANSMAN seinen bisher wohl berühmtesten Gast in der Muschel empfangen zu dürfen: In Kooperation mit dem Jazz Campus Mainz und dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK) darf der Komponist des Film-Soundtracks, Terence Blanchard (achtfacher Grammy-Gewinner und zweifach Oscar-nominiert), nach dem Film für ein Q&A begrüßt werden.

„Wir freuen uns ganz besonders darüber, das Muschelkino-Programm in diesem Semester mit so vielen alten und neuen Gesichtern gemeinsam gestalten zu können. Es ist einfach schön zu sehen, wie vielen Akteur:innen es am Herzen liegt, diesen vielfältigen Thematiken mehr Sichtbarkeit zu bieten. Darüber hinaus mit Terence Blanchard eine weltweit bekannte Persönlichkeit zu Gast zu haben, ist für das Muschelkino eine riesige Ehre!“

Julian Strunk, Muschelkino-Co-Leitung

Gezeigt werden alle Filme in Originalfassung mit (nach Möglichkeit) deutschen Untertiteln. Die Hörsaaltüren in der Muschel öffnen sich ab einer halben Stunde vor Filmbeginn. Eintritt ist immer frei, Reservierungen sind allerdings nicht möglich – frühes Kommen lohnt sich! Weitere Infos und das ausführliche Programm stehen unter www.filmz-mainz.de/programm/muschelkino bereit.

Über FILMZ

FILMZ e.V. feiert Kinokultur für alle und bringt diese über FILMZ – Festival des deutschen Kinos im November, das Freiluftkino im Landesmuseum, das Muschelkino auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität sowie verschiedenste weitere Veranstaltungen rund ums Jahr nach Mainz. FILMZ ist seit seiner Gründung 2001 rein ehrenamtlich organisiert und lebt daher insbesondere vom engagierten Einsatz seiner Mitglieder und Helfer:innen, die sich das ganze Jahr über dafür einsetzen, Filmliebhaber:innen großartiges Filmkulturprogramm zu bescheren.

Das größte Projekt des Vereins ist seit jeher FILMZ – Festival des deutschen Kinos, das als ältestes Langfilmfestival in Rheinland-Pfalz seit 2001 alljährlich aktuelle Produktionen des deutschen und deutschsprachigen Kinos in Mainz präsentiert und eine feste Größe innerhalb der überregionalen Kulturlandschaft darstellt. Dabei versteht sich FILMZ als Ort des Austausches und der Begegnung: nicht nur über das Programm, welches möglichst vielfältige Perspektiven und Sichtbarkeiten schaffen soll, sondern auch über sein Format als Publikumsfestival. Welche Filme die acht Wettbewerbe gewinnen, entscheidet daher ganz demokratisch das Festivalpublikum selbst. Erweitert wird das Festivalprogramm durch diverse Filmreihen sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Seit 2009 ist die Landeshauptstadt Mainz offizielle Veranstalterin des Festivals, der Verein FILMZ e.V. organisiert das Festival und richtet es aus. FILMZ e.V. ist Mitglied in der AG Filmfestival und im Bundesverband kommunaler Filmarbeit e.V.

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Elisa Wäckerle, Julian Thösen, Marvin Leidel, Nicolas Frenzel

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