WIEDERHOLUNG: MEANWHILE IN NAMIBIA
DE/NG 2026 | Jonas Spiestersbach | 114 MIN. | OmU

Ein unbehaglicher Blick auf deutschen Neokolonialismus
Für Tourist:innen inszenieren Menschen aus ländlichen Regionen Namibias im Auftrag deutscher Entwicklungshelfer eine vermeintlich ursprüngliche Lebensweise ihrer Vorfahren – verklärte Vorstellungen eines vorkolonialen Afrikas. Solche Inszenierungen zeigen, wie koloniale Denkmuster im Gewand von Entwicklungshilfe und Tourismus fortleben.
MEANWHILE IN NAMIBIA erkundet ein Land, das bis heute von deutscher Kolonialherrschaft und sozialer Ungleichheit geprägt ist. Spuren des Völkermords an den Herero und Nama treffen auf eine Gegenwart, in der Enteignung und koloniale Gewalt fortwirken.
Der Film hinterfragt Deutschlands Umgang mit kolonialer Vergangenheit und Rolle von Entwicklungshilfe zwischen Verantwortung und Verdrängung – ein Beitrag über Neokolonialismus in Namibia.
Jonas Spriestersbach, geb. 1982 in Hamburg. Vor seinem Studium der Visuellen Kunst an der Kunsthochschule Kassel studierte er Psychologie und Kunstgeschichte. Ab 2008 spezialisierte er sich auf Kamera für Spiel- und Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film. Nach seinem Abschlussfilm TIERE ist MEANWHILE IN NAMIBIA sein Debütfilm.
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktion: Jonas Spiestersbach | Ton: Joel Toromba, Hilma Nangaku, Zita Erffa, Katharina Grote | Tonmischung: Philip Hutter | Sounddesign: Gini Bialluch | Farbkorrektur: Johannes Brugger | Dramaturgische Beratung: Katja Dringenberg, Judy Landkammer | Produktionsberatung: Nicole Leykauf
Festivalteilnahmen
DOK.fest München, Visions du Réel, Internationales Filmfestival Warschau
Preise und Auszeichnungen
DOK.deutsch bei DOK.fest München
Kontakt
Jonas Spriesterbach
Jonas.Spriestersbach@gmail.com