TO BE OR NOT TO BE
US 1942 | Ernst Lubitsch | 93 Min. | OmU
Muschelkino (Sommer)

Antifaschistische Nazi-Parodie in drei Akten
Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs steht eine Warschauer Theatergruppe mit dem Star-Ehepaar Maria und Joseph Tura als Aushängeschild unmittelbar vor der Premiere ihres Stücks „Gestapo“, dessen Aufführung jedoch aus Angst vor einer Provokation Hitlers verboten wird, worauf weiterhin Shakespears „Hamlet“ aufgeführt wird. Als kurz darauf die Nazis Polen überfallen, geraten Maria, ihr Mann sowie ihr Liebhaber Stanislav und schließlich das gesamte Theater-Ensemble durch den verräterischen Professor Siletsky in eine Lage, aus der ihnen nur die Kunst des Schauspiels zu verhelfen mag.
TO BE OR NOT TO BE gilt als Paradebeispiel für den oft zitierten, definitorisch jedoch schwer greifbaren „Lubitsch Touch“ – den einmaligen Stil Ernst Lubitschs, der auch Größen wie Billy Wilder inspirierte. Weiterhin schafft es Lubitsch, dem Nazi-Regime mit einer überzeugenden Komik zu begegnen, die von sich teilweise verkehrt wiederholenden Situationen lebt und ihrerzeit von der Kritik teils als geschmacklos betitelt wurde. Darüber hinaus stellt der Film den letzten Leinwand-Auftritt des 30er-Jahre-Stars Carole Lombard dar, die noch vor der Premiere bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam.
Regie: Ernst Lubitsch | Drehbuch: Edwin Justus Mayer | Kamera: Rudolph Maté | Schnitt: Dorothy Spencer | Musik: Werner Richard Heymann | Besetzung: Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, Lionel Attwill, Stanley Ridges, Sig Ruman
TO BE OR NOT TO BE © Warner Bros. Entertainment