Erstmals eröffnet ein Dokumentarfilm das Festival stellvertretend für ein Programm, das auch dorthin blickt, wo es unbequem wird. Was kann dokumentarisches Erzählen leisten? Die Filme des Wettbewerbs geben darauf ganz unterschiedliche Antworten. Sie graben, zweifeln, stellen bloß und laden ein, näher an verschiedene Lebensrealitäten heranzutreten.
Das diesjährige Programm zeigt politisches Versagen, baut Erinnerung aus Archivmaterial neu zusammen und stellt die Frage: Was passiert, wenn Wahrheit verhandelbar wird? Sechs abendfüllende Filme erzählen von Herkunft, Heimat, Erinnerung und Widerstand. Zum Abschluss bringt ein Triptychon mittellanger Filme verschiedene Facetten von Verlust auf die Leinwand. Vier Vorfilme ergänzen das Programm einfühlsam um persönliche Blickwinkel auf Identität, Familie und Freundschaft.
Das Publikum kürt wie immer den Gewinnerfilm. Das Preisgeld von 1.500 Euro stiftet die Autorenkombinat GmbH.
