Pressemitteilungen

Für zusätzliche Informationen steht Ihnen während des Festivals unser Infocounter im CineStar, bzw. Residenz&Prinzess Filmtheater zur Verfügung. Öffnungszeiten: Dienstag: 17.00 – 20.00 Uhr (Residenz&Prinzess Filmtheater), Mittwoch – Freitag: 14.00 – 20.00 Uhr (CineStar), Samstag – Sonntag: 12.00 – 20.00 Uhr (CineStar).

Gelungener Auftakt von „FILMZ des Monats“

Reihenstart mit „Die Sünderin“ von 1951 lockte rund 80 Filmfans ins Residenz & Prinzess Filmtheater

„Was könnte man besseres machen an einem schwülen Sommerabend, als ihn mit einer Sünderin zu verbringen?“, fragte gestern der Filmwissenschaftler Dr. Bernd Kiefer zu Beginn seiner Einführung zu dem Film von Willi Forst, der Anfang der 1950er Jahre in Deutschland für einen handfesten Skandal sorgte. Und tatsächlich folgten trotz Abendhitze etwa 80 Kinogänger dem Ruf der jungen Hildegard Knef, um einen wahren Klassiker des deutschen Kinos auf der großen Leinwand zu erleben. „Eine Einführung wie die von Dr. Kiefer wertet einen solchen Filmabend erheblich auf“, ist sich FILMZ-Leitungsgruppen-mitglied Tiziana Calo sicher. „Ich konnte es kaum erwarten, den Film unter den erwähnten Aspekten durch andere Augen zu sehen und neu zu erleben.“

Und auch Thorsten Schlosser vom Residenz & Prinzess Filmtheater zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Auftakt der Reihe: „Die Kooperation zwischen FILMZ und uns ist auf fruchtbaren Boden gefallen und zeigt, dass Kino immer noch ein Erlebnis ist, mit dem ein Fernseher nicht mithalten kann.“ Das Residenz & Prinzess Filmtheater und das Mainzer Filmfestival FILMZ zeigen von nun an bis November jeden Monat einen bedeutenden Film der deutschen Filmgeschichte, jeweils aufsteigend nach Jahrzehnten. Danach kümmert sich FILMZ ab dem 23. November wieder – wie gewohnt – vor allem um das Spannendste, was das aktuelle deutsche Kino zu bieten hat.

Die kommende Vorstellung von „FILMZ des Monats“ widmet sich am Mittwoch, dem 18. August mit „Rote Sonne“ den wilden 1960er Jahren. Die Satire mit Uschi Obermaier als Männermordende Kommunenbewohnerin zeigt die 68er-Ikone in Höchstform und dürfte erneut viele Cineasten ins Kino locken.

„FILMZ des Monats“: Neue Reihe im Residenz sorgt für Vorfreude

Fünf Monate vor der 10. und damit der Jubiläumsausgabe von FILMZ – Festival des deutschen Kinos wird Filmliebhabern die Wartezeit versüßt: mit der neuen Reihe „FILMZ des Monats“!

In Zusammenarbeit mit dem Residenz & Prinzess Filmtheater wird von Juli bis November jeden Monat ein herausragender deutscher Kinofilm auf die Leinwand des schönsten Mainzer Kinos, dem Residenz projiziert, jeweils mit einer kurzen filmwissenschaftlichen Einführung. Die Reihe beginnt am 21. Juli 2010 um 20 Uhr mit „Die Sünderin“ (R: Willi Forst, D 1951), der vor über 50 Jahren mit einer vollkommen nackten Hildegard Knef in der Hauptrolle für einen handfesten Skandal sorgte. Sie spielt die Ex-Prostituierte Marina, die ihre ehemalige Tätigkeit wieder aufnimmt, um ihrem Freund eine wichtige Operation finanzieren zu können. Die Einführung zum Auftaktfilm hält der Mainzer Filmwissenschaftler Dr. Bernd Kiefer.

In den Folgemonaten werden, aufsteigend nach Jahrzehnten, immer mittwochs fünf weitere Filme gezeigt: „Die ‚FILMZ des Monats‘-Reihe ist die seltene Gelegenheit, Perlen der deutschen Kinogeschichte endlich mal wieder auf der großen Leinwand sehen zu können. Wir feiern einige ausgesuchte Höhepunkte der Vergangenheit und blicken Ende November – wie unser Publikum es von FILMZ erwartet – auf das aktuellste Schaffen der deutschen Filmbranche“, freut sich Festivalleitungsmitglied Urs Spörri über die neue Kooperation.

FILMZ des Monats // Termine (jeweils im Residenz & Prinzess Filmtheater)

Mittwoch, 21. Juli DIE SÜNDERIN (R: Willi Forst, 1951)
Mittwoch, 18. August ROTE SONNE (R: Rudolf Thome, 1969)
Mittwoch, 15. September DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA (R: Heiner Carow, 1974)
Mittwoch, 13. Oktober FITZCARRALDO (R: Werner Herzog, 1982)
Mittwoch, 03. November ABSOLUTE GIGANTEN (R: Sebastian Schipper, 1999)

Mittwoch, 17. November GEGEN DIE WAND (R: Fatih Akin, 2004)

FILMZ sucht wieder neue Filme

FILMZ - Festival des deutschen Kinos ist wieder auf der Suche nach neuen
Filmen! Bereits zum 10. Mal bietet das Festival dem aktuellen deutschen Film
eine Plattform und ruft Filmemacher auf, Kurz- und Langfilme sowie mittellange
Filme einzureichen - in Bezug auf Stil und Genre sind dabei keine Grenzen
gesetzt.

Neu in diesem Jahr: Neben den Publikumspreisen für Spielfilme und Kurzfilme
gibt es nun auch einen Wettbewerb im Dokumentarfilmbereich sowie bei den
mittellangen Filmen. Diese Prämierung des besten Films mit einer Länge
zwischen 20 und 40 Minuten ist einzigartig in der deutschen Festivallandschaft.
Eingereicht werden können Filme, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind
und noch keinen Kinostart in Deutschland hatten. Der Anmeldeschluss für das
vom 23. bis 28. November in Mainz stattfindende Festival ist der 16. August
2010.

Das Anmeldeformular zum Download sowie die Teilnahmebedingungen
finden sich unter:

www.filmz-mainz.de/festival/filmanmeldung

FILMZ 2009 – ein voller Erfolg

„Keine Angst“ gewinnt im Langfilmwettbewerb/ Kurzfilmwettbewerb erneut ausverkauft

Sechs Tage pralles Kinoprogramm mit jungen deutschsprachigen Filmen, mehr als 100 Filmemachern, buntem Rahmenprogramm, Ehrengast Mario Adorf und fast 6000 Besuchern – kurzum: FILMZ 2009 war ein voller Erfolg. Im Langfilmwettbewerb um den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis „Das Mainzer Rad“ setzte sich „Keine Angst“ von Aelrun Goette in der Gunst der Zuschauer gegen elf weitere Filme durch. Aus dem beliebten Kurzfilmwettbewerb ging „Nicht nur der Himmel ist blau“ von Erik Schmitt, Oliver Walser und Stephan Müller als strahlender Sieger hervor.

„Die Änderungen in diesem Jahr haben sich bewährt, der sechste Tag wurde vom Publikum gut angenommen, ebenso das Schulkino“, resümierte Daniel Nedelka von der Festivalleitung zufrieden. Auch der Mainzer Kulturdezernent Peter Krawietz zeigte sich äußerst begeistert – die Landeshauptstadt agierte in diesem Jahr erstmals als Veranstalterin des Festivals: „Tolle Filme, gute Stimmung, ein sehr bekannter Ehrengast in der Rückblende – FILMZ hat alles, was ein gutes Kinofest ausmacht. Ganz besonders möchte ich den Mitarbeitern des gemeinnützigen Vereins Brainstream danken, der als Ausrichter einmal mehr sehr gute Arbeit geleistet hat.“

Und “Das Mainzer Rad” geht an …

Die beiden jungen Schauspielerinnen Michelle Barthel und Carolyn Sophia Genzkow von „Keine Angst“ nahmen am Sonntagabend im ausverkauften Residenz-Kino das von der Landeshauptstadt Mainz gestiftete Preisgeld von 1.000 Euro sowie die vom Mainzer Juwelier Richard Weiland gestaltete Trophäe „Das Mainzer Rad“ entgegen. „Dieser Film liegt uns unglaublich am Herzen und wir möchten der wunderbaren Regisseurin Aelrun Goette ganz herzlich danken“, freuten sich Michelle Barthel und Carolyn Sophia Genzkow, denen es angesichts der Auszeichnung fast die Sprache verschlug. Das Rennen um den ersten Platz war denkbar knapp: Auf Platz zwei landete mit „13 Semester“ (Frieder Wittich), der diesjährige Eröffnungsfilm des Festivals. Der dritte Platz ging an „Das große Glück sozusagen“ von Alexander Stecher.

Im Kurzfilmwettbewerb nahm Oliver Walser für „Nicht nur der Himmel ist blau“ das Preisgeld in Höhe von 500 Euro, gestiftet von der Mainzer Produktionsfirma Kontrastfilm, entgegen. „Ich werde gleich eine sms nach Berlin schreiben – die sind alle schon neugierig, wie es für uns gelaufen ist“, verriet der Schauspieler und Regisseur. Der zweite Platz im Kurzfilmwettbewerb ging an „Amoklove“ von Julia C. Kaiser, dritter wurde „Betty B & the the’s“ von Felix Stienz.

Auch die Gewinner der restlichen FILMZ-Wettbewerbe wurden am Sonntagabend im Residenz gefeiert: Beim Drehbuch-Pitching konnte sich die Jury nicht für einen Gewinner entscheiden und teilte kurzerhand den Preis. Florian Eichinger bekam für sein Filmkonzept zu dem Familiendrama „Nordstrand“ 300 Euro. Den Gutschein für die Teilnahme an dem Kurs „Figurenentwicklung“, gestiftet vom DrehbuchCamp e.V., konnte Jurymitglied Tidi von Tiedemann Sönke Andresen für dessen Konzept „Flug nach Unterleutersheim“ überreichen. Beiden wird noch die Trophäe in Form der gläsernen FILMZ-Flamme nachgereicht.

Bereits am Samstagabend, direkt im Anschluss an die Filmreihe, wurde der Gewinner der Rhein-Main-Rolle im Capitol-Kino bekannt gegeben: „Marivanna“ von Olga Petrova wurde mit dem 1. Preis, 250 Euro und einer Trophäe vom Stein Studio Inge Griss gekürt. Zweiter wurde Tim Bollinger mit „Between“ (150 Euro), „Horst“ von Wolf-Tassilo Sack lag in der Gunst des Publikums auf Rang drei (100 Euro).

Noch mehr FILMZ-Zuschauer

Mit fast 6000 Zuschauern konnte FILMZ, das 2009 neben den Spielstätten Residenz, CinéMayence und CineStar auch wieder im Capitol stattfand, erneut eine Steigerung der Besucherzahlen erreichen. „Ein tolles Vorzeichen für unsere Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr“, freute sich Linda Kujawski von der Festivalleitung schon auf das 10. FILMZ – Festival des deutschen Kinos 2010. Von dem weiteren Tag profitierte auch die Dokureihe, deren Filme erstmals wiederholt werden konnten.

Eine nicht wegzudenkende Veranstaltung war auch in diesem Jahr das Stummfilmkonzert. In stilvollem Rahmen verfolgten am Samstagabend in der Altmünsterkirche 222 Besucher „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst. Erneut begeisterte Carsten-Stephan Graf von Bothmer an der Kirchenorgel. „Eine Mainzer Gala, die vom Jazz über den Spundekäs’ bis zur Kirchenorgel alles bot“, strahlte Urs Spörri von der Festivalleitung.

Ein besonderer Höhepunkt des Festivals ist die Rückblende, die in diesem Jahr mit sechs Filmvorstellungen, einer Galaveranstaltung, einer Lesung und einem Gespräch besonders üppig ausfiel. Im Mittelpunkt stand mit Mario Adorf einer der namhaftesten Schauspieler Deutschlands. Adorf ließ es sich nicht nehmen, an fünf der sechs Festivaltage persönlich anwesend zu sein „Ich wünsche dem Festival eine weitere erfolgreiche Zukunft, dass es noch größer und bedeutender wird, als es ohnehin schon ist. Und wenn ich irgendetwas dazu beitragen kann, so werde ich das sehr gern tun“, versprach der preisgekrönte Schauspieler und Autor.

Das 10. FILMZ – Festival des deutschen Kinos findet voraussichtlich vom 23. bis zum 28. November 2010 statt.

FILMZ 2009 fulminant gestartet

Prall gefülltes Kinoprogramm lockt auch in den nächsten Tagen nach Mainz // Buntes Rahmenprogramm

„Bis auf den letzten Platz ausverkauft“, verkündete Sandra Blass von der Festivalleitung strahlend: Im Residenz-Kino startete FILMZ – Festival des deutschen Kinos am Dienstag fulminant und mit einem hohem Aufgebot an Filmemachern in seine neunte Ausgabe. „Wir finden es toll, der Eröffnungsfilm zu sein“, freute sich Frieder Wittich, Regisseur des Films „13 Semester“. Neben ihm hatten sich auch Jakob Claussen (Produzent), Oliver Ziegenbalg (Buch) und die beiden Hauptdarsteller Max Riemelt und Claudia Eisinger auf den Weg nach Mainz gemacht, um bei der Aufführung von „13 Semester“ dabei zu sein und sich den Fragen des Publikums zu stellen. Der Film um den Stereotyp des partyfeiernden Langzeitstudenten ist bei FILMZ am Sonntagabend ein zweites Mal zu sehen. „Der Eröffnungsabend mit einem frischen, humorvollen und zugleich einfühlsamen Opener hat einen wunderbaren Vorgeschmack auf das Festival gegeben. Ich freue mich schon auf die weiteren Filme, das tolle Rahmenprogramm und natürlich den diesjährigen Ehrengast Mario Adorf“, resümierte Kulturdezernent Peter Krawietz nach dem Besuch der Auftaktveranstaltung.

Rennen um „Das Mainzer Rad“.

Im Langfilmwettbewerb, bei dem die Zuschauer die Filme bewerten, laufen am Donnerstag die rabenschwarze Komödie „Diamantenhochzeit“ (2009) von Michael Kupczyk und „Keine Angst“ (2009) von Aelrun Goette. Norbert Baumgartens „Mensch Kotschie“ (2009) – ein liebevoller Blick auf die Kauzigkeiten des krisengeschüttelten, „stärkeren“ Geschlechts, Wolfgang Fischers Mystery-Thriller „Was Du nicht siehst“ (2009) und Olav F. Wehlings „Kronos“ (2008), der die Geschichte einer Familie erzählt, locken am Freitag ins CineStar. Am Samstag wird das Double-Feature „Im Anhang: Lebenslauf“ (2009) von Andrea Schorr und „Das große Glück sozusagen“ (2008) von Alexander Stecher gezeigt. Beide Filme haben in diesem Jahr bereits diverse Auszeichnungen erhalten und laufen im Langfilmwettbewerb mit.

Im Wettbewerb laufen am Samstag zudem „Parkour“ (2009) von Marc Rensing – ein Film über die gefährlichen Folgen krankhafter Eifersucht, Florian Eichingers „Bergfest“ (2008) – ein Drama in atemberaubender Bergkulisse, das mit einem Mikrobudget von 50.000 Euro an nur zehn Drehtagen produziert wurde und Luki Friedens psychologischer Thriller „Tausend Ozeane“ (2008). Der Film hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den Berner Filmpreis 2008. Wie in den vergangenen Jahren wird jeder Film zweimal vorgeführt, so ist der bereits am Mittwoch gezeigte „Rimini“ (2008) von Peter Jaitz noch am Sonntag im CineStar zu sehen. Statt Werbung kann sich das Publikum auf abwechslungsreiche Vorfilme freuen. Welcher dieser insgesamt zwölf Filme das Rennen um den mit 1000 Euro dotierten und von der Landeshauptstadt Mainz gestifteten Publikumspreis „Das Mainzer Rad“ für sich entschieden hat, wird traditionell am Sonntagabend im Anschluss an den Kurzfilmwettbewerb im Residenz-Kino bekannt gegeben.

Rückblende mit Mario Adorf

In der Rückblende, die sich in diesem Jahr dem Werk Mario Adorfs widmet, werden sechs Filme gezeigt. Höhepunkt in dieser Sparte ist die Rückblende-Gala am Freitagabend im Residenz-Kino mit „Bomber und Paganini“ (1976) von Nikos Perakis, selbstverständlich in Anwesenheit des Stargastes Adorf. Feste Bestandteile des Festivalprogramms sind auch 2009 die Dokureihe – in diesem Jahr unter dem Motto „Suchen, Finden, Sein – Identität 8x anders“, die Rhein-Main-Rolle, die in diesem Jahr im Capitol Kino gezeigt wird, und die Reihe „Lokale Lange“.

FILMZ für junge Kinogänger

Ein neuer Programmpunkt bei FILMZ sind die Schulkinovorstellungen im Cine-Star. Heute wird „Momo“ (1986) von Johannes Schaf gezeigt. Für Schüler ab der achten Klasse findet am Freitag um 11.00 Uhr eine Vorführung des Films „Gerdas Schweigen“ (2008) von Britta Wauer statt. Behutsam werden hier die Erinnerungen der KZ-Überlebenden Gerda erzählt.

Stummfilm mit Begleitmusik

Dass FILMZ nicht nur das Festival des deutschen Kinos, sondern auch des Austauschs zwischen Filmemachern und Publikum ist, wird auch in diesem Jahr wieder im Filmzirkel deutlich, der jeden Abend ab 19.00 Uhr in die Comodo-Lounge des CineStar lädt. Im Rahmenprogramm erwartet die FILMZ-Besucher zudem der Kurzfilm-Poetry-Slam im KUZ am heutigen Donnerstag ab 20.00 Uhr, eine Lesung mit Mario Adorf am Freitag um 15.00 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses, die FILMZ-Party am Samstag im KUZ, ein FILMZ-Gespräch mit Mario Adorf am Sonntag um 11.00 Uhr im Frankfurter Hof sowie die Drehbuchlesung im LOMO am gleichen Tag um 15.00 Uhr. Einer der vielen Höhepunkte ist sicherlich das Stummfilmkonzert am Samstagabend in der Altmünsterkirche. Carsten-Stephan Graf von Bothmer wird an der Kirchenorgel den Film „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ von Arnold Fanck und G.W. Pabst live begleiten, zuvor stimmt das Mainzer Jazz-Duo „Zwei außer Rand und Band“ die Liebhaber des stummen Films auf den Galaabend ein.

FILMZ 2009 bietet Filmgenuss in allen Facetten

Viele Neuerungen im Gepäck / Programmheft liegt vor
Vom 24. bis 29. November lädt das erste Langfilmfestival von Rheinland-Pfalz nach Mainz ein und verwandelt die Stadt einmal mehr in einen großen roten Teppich. Bei der 9. Ausgabe erstmals sechs statt fünf Tage lang, gibt es nun noch mehr Zeit für Filme und den Kontakt mit Filmschaffenden. Auf der Pressekonferenz, bei der Vertreter des Festivals, der städtische Kulturdezernent Peter Krawietz und Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Referatsleiter der Kulturabteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur zusammen kamen, wurde jetzt das frisch gedruckte Programmheft vorgestellt.

Rennen um das Mainzer Rad
Zwölf Langfilme treten an, um den Zuschauerpreis, das Mainzer Rad, zu gewinnen. „Bei der Filmauswahl haben wir festgestellt, dass es deutschsprachigen Filmemachern gelingt, individuell zu arbeiten und eine vielfältige Kinoszene zu entwerfen: Vom Mystery-Thriller zur Slapstick-Komödie, von sogartigen Kunstbildern zum bissig-legeren “Generation Praktikum”-Road-Movie, vom präzise inszenierten Kammerspiel auf einer Berghütte zu großen Weiten auf einer Insel am anderen Ende der Welt. Unser Langfilmwettbewerb schlägt viele dieser Klangfarben an und lädt zu einem frischen und überraschenden Überblick über die aktuelle deutschsprachige Kinolandschaft ein“, erklärte Urs Spörri von der Festivalleitung. Aber auch kürzere Formate finden bei FILMZ eine Plattform, u.a. bei der Rhein-Main-Rolle und bei der Reihe „Lokale Lange“.

Eines der Highlights des Festivals ist natürlich der Kurzfilmwettbewerb am Sonntagabend. Die mittellangen Filme bekommen als besonderes Steckenpferd von FILMZ in diesem Jahr noch mehr Platz. Bewegende filmische Portraits zeigt die Doku-Reihe, die unter dem Motto „Suchen, Finden, Sein – Identität 8x anders“ steht. „Da sich unter den vielen Einreichungen in diesem Jahr zahlreiche hervorragende Dokumentarfilme befanden, die sich mit der Identitätsfindung beschäftigen, haben wir die Reihe erstmals unter ein Thema gestellt“, begründete Leska Bartmann von der Doku-Sektion die Neuerung.

Die Rückblende, mit der jedes Jahr renommierte Filmschaffende geehrt werden, wird Mario Adorf gewidmet. „Wir haben sechs Filme ausgewählt, mit denen wir auf die außerordentliche Bandbreite des Schaffens von Mario Adorf zurückblicken wollen“, erläuterte Christian Schubert aus der Rückblende-Sektion.

Vom Stummfilmkonzert bis zum Poetry-Slam
Abseits des klassischen Filmgenusses bietet FILMZ 2009 natürlich wieder die Möglichkeit, sich der Kinokunst auf eine etwas andere Art zu nähern: So gibt das Drehbuch-Pitching fünf jungen Autoren die Chance, ihr Konzept einer qualifizierten Jury vorzustellen. Die Drehbuchlesung stellt in der gemütlichen Atmosphäre der Lomo-Lounge das Drehbuch zum Film „Knotenpunkt“ des Regisseurs und Autors Kanwal Sethi vor. Im Kulturzentrum KUZ können schlagfertige Freestyle-Poeten beim Kurzfilm-Poetry-Slam ihre Kreativität beweisen, indem sie zu einem Kurzfilm ihre Reime schmieden. Das Publikum entscheidet, wer der Gewinner sein soll.

Einen festen Platz im Festivalprogramm hat das Stummfilmkonzert in der Mainzer Altmünsterkirche. Carsten-Stephan Graf von Bothmer wird an der Kirchenorgel den Film „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ von Arnold Fanck und G.W. Pabst live begleiten, zuvor stimmt das Mainzer Jazz-Duo „Zwei außer Rand und Band“ die Liebhaber des stummen Films auf den Galaabend ein. Eine Sondervorstellung ist auch die Vorführung des Films „Ich bei Tag und du bei Nacht“ von Ludwig Berger anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des deutschen Tonfilms. FILMZ zeigt die Tonfilmoperette des Mainzer Regisseurs, dessen Todestag sich 2009 zum 40. Mal jährt.

Neue Zielgruppe
Mit „Momo“ und „Gerdas Schweigen“ wird in der Schulkino-Reihe zum ersten Mal speziell ein junges Publikum angesprochen und mit den begleitenden Angeboten eine spannende Ergänzung zum Unterricht geboten. „Die Ausrichter des Festivals, die ehrenamtlichen Mitglieder von Brainstream e.V., haben es erneut geschafft, herausragende Großproduktionen, aber auch die kleinen, künstlerisch hochwertigen Filme zu entdecken und zu präsentieren“, lobte Peter Krawietz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Mainz, die seit diesem Jahr im Rahmen einer Förderung für kommunale Kulturprojekte offizielle Veranstalterin des Festivals ist. Für das Kulturministerium freute sich Referatsleiter Prof. Dr. Jürgen Hardeck über die neue Veranstalterstruktur: „Durch die neue Funktion der Stadt Mainz als Veranstalterin des Festivals haben wir als Land nun die Möglichkeit, im Rahmen einer Förderung für kommunale Kulturprojekte eine deutlich höhere Förderung für FILMZ zu geben, wie bisher. Dieses Festival hat dies auch wirklich verdient.”

Vorverkaufsaktion: 100 für die Hälfte
Dauerkarten für das Festival gibt es ab dem 9. November an allen Mainzer Kinokassen, in der Geschäftsstelle der Mainzer Rhein-Zeitung und – ausschließlich am 14. November von 10 bis 18 Uhr – auch am FILMZ-Infostand vor der Römerpassage. Schnell Entschlossene profitieren von der Aktion „100 für die Hälfte“, d.h. sie zahlen 35 Euro (ermäßigt 25 Euro) für ihre Dauerkarte.

FILMZ Eröffnungsfilm „13 Semester“ mit vielen Gästen

Countdown-Veranstaltungen steigern die Vorfreude auf das Festival / Große Adorf-Gala

Mit dem Eröffnungsfilm „13 Semester“ von Jungregisseur Frieder Wittich startet FILMZ 2009 in sein umfangreiches Programm. Bei der Vorführung werden gleich vier Gäste anwesend sein: Der Hauptdarsteller Max Riemelt, Claudia Eisinger, Regisseur Frieder Wittich und der Produzent Jakob Claussen (u.a. „Die Apothekerin“, „Crazy“, „Maria, ihm schmeckt`s nicht“). Die Komödie rund ums Studentenleben – die ab Januar 2010 auch regulär in den deutschen Kinos zu sehen sein wird – verspricht eines der Highlights des Festivals zu werden. „Wir hatten in diesem Jahr in allen Sparten qualitativ sehr hochwertige Einreichungen, daher haben wir den Langfilmwettbewerb auch um einen Film verlängert, so dass sich die Zuschauer auf zwölf Filme freuen können. Der zusätzliche ,Spieltag’ macht die Erweiterung möglich“, erklärt Urs Spörri von der Festivalleitung. Auf eine weitere Neuerung weist seine Kollegin Linda Kujawski hin: „In diesem Jahr gibt es so genannte Countdown-Veranstaltungen, die die Wartezeit bis zum Festival verkürzen“. Den Auftakt hierzu macht „Oppenheim live” am 1. November im Kulturkeller Amtsgerichtsplatz in Oppenheim. Um 11 Uhr lädt FILMZ hier zu einer Vorstellung „Winnetou I”, dazu gibt es für 16 Euro Brunch und Kaffee. Karten im Vorverkauf gibt es im Weinhöfchen Oppenheim (Tel.: 06133-571971). Die Fahrt nach Rheinhessen lohnt sich, denn neben der Filmvorführung wird unter den Anwesenden zudem eine Dauerkarte für FILMZ verlost.

Eine weitere Countdown-Veranstaltung findet am Samstag, dem 14. November statt: Mit dem BalkanBeats DJ-Team wird dann unter dem Motto „80 Jahre deutscher Tonfilm“ ab 21 Uhr im DGB- Keller gefeiert und auf die aufregende Festivalatmosphäre eingestimmt. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Zum letzten Programmpunkt der Vorfreude-Veranstaltungen lädt FILMZ im Rahmen des Symposiums „Western – Interkulturelle Perspektiven“ an der Universität Mainz am Samstag, dem 21. November ab 20.15 Uhr in das Capitol Kino: Nach der Filmvorführung „Ulzana“ (Gottfried Kolditz, 1974) mit dem DDR-Winnetou Gojko Mitić verwandelt sich bei der Western-Style-Party das Kinofoyer in einen Saloon.

Großer Galaabend, wahlweise auch mit Schlemmer-Option

Auch das Rahmenprogramm während des Festivals wird in diesem Jahr ausgebaut. Neben der Rückblende-Reihe zu Mario Adorf, bei der unter dem Motto „Mario Adorf jeden Tag neu entdecken“ sechs Filme aus dem Werk des großen deutschen Schauspielers gezeigt werden, wird am Freitag, dem 27. November um 15 Uhr eine Lesung von und mit Adorf im Ratssaal des Mainzer Rathauses geboten. „Mario Adorf ist ein sehr vielseitiger Künstler, und so wollen wir in Mainz nicht nur dem Schauspieler, sondern auch dem erfolgreichen Schriftsteller Adorf eine Plattform geben“, erklärt Kulturdezernent Peter Krawietz. In einer Galavorstellung am gleichen Tag wird Adorfs Film „Bomber & Paganini“ gezeigt, natürlich in Anwesenheit des Ehrengastes. Zusätzlich bietet das Restaurant „Genießertreff Grünewald“ (direkt in der Residenz-Passage) zu diesem Anlass „FILMZ-Delicatessen“ an, ein 4-Gänge-Menü, das um 18 Uhr beginnt. Kombi-Tickets Menü+Kinokarte) können zum Preis von 39,50 Euro ausschließlich bei Grünewald bestellt werden (Tel.: 06131-221186, E-Mail: geniessertreff@tonline. de). Am Sonntag, den 29. November um 11 Uhr kommt Adorf in den Frankfurter Hof, um im Gespräch mit Besuchern und Interessierten seine Mainzer Zeit, aber auch sein Filmschaffen Revue passieren zu lassen.

Übrigens: Der Vorverkauf für das Festival startet schon am 9. November. Leidenschaftliche Kinogänger können sich wieder auf „100 für die Hälfte“ freuen. Im Rahmen dieser Vorverkaufsaktion sind Dauerkarten für 35 Euro und ermäßigt für 25 Euro erhältlich. Vorverkaufsstellen sind das CineStar, das Residenz&Prinzess Filmtheater, Capitol&Palatin und die Geschäftsstelle der Mainzer Rhein-Zeitung (Große Bleiche 17-23).

Mario Adorf Ehrengast beim diesjährigen FILMZ – Festival des deutschen Kinos

Rückblende-Reihe würdigt 45 Jahre Filmschaffen des großen deutschen Schauspielers

„Wir freuen uns, dass Mario Adorf die Einladung des Kulturdezernates und von Brainstream zum diesjährigen FILMZ-Festival angenommen hat. Damit wird einer der bekanntesten und größten deutschen Schauspieler als Stargast der ,Rückblende’-Reihe anwesend sein, der über all die Jahre enge Verbindungen nach Mainz hatte und die Stadt auch nach seinem Studium an der Johannes Gutenberg Universität mehrmals beehrt hat“, freut sich Kulturdezernent Peter Krawietz über die Zusage des Schauspielers.
Brainstream e.V., Ausrichter des Festivals ehrt mit der „Rückblende“ jährlich Filmschaffende, die sich im besonderen Maße um den deutschen Film verdient gemacht haben. Mit insgesamt sechs Filmen aus den Jahren 1957-2002, die exemplarisch für das außerordentliche Rollenspektrum Mario Adorfs sind, lässt FILMZ ein deutsches Schaupielerleben Revue passieren. Einige der ausgewählten Filme sind schon lange nicht mehr auf der großen Leinwand zu sehen gewesen. „Wir geben unseren Besuchern die einzigartige Möglichkeit, den großen Künstler in all seinen Facetten kennenzulernen und in seinen berühmtesten Rollen wieder zu begegnen: Filme, die der breiten Öffentlichkeit vollkommen zu Unrecht weniger präsent sind als die aktuelleren TV-Produktionen der letzten Jahre“, erklärt Jürgen Tobisch, Sprecher der „Rückblende“-Sektion, die Filmauswahl. Die schauspielerische Leistung und die Qualität der Filme dränge sich einem geradezu auf.
„Stattfinden werden, neben Filmvorführungen in Anwesenheit des Ehrengastes Mario Adorf, unter anderem auch eine Lesung und eine festliche Kinogala am Freitag, dem 27. November 2009, die genaueren Programminformationen folgen in Kürze“, so Tobisch weiter.
In den vergangenen Jahren sind renommierte Filmemacher mit der „FILMZRückblende“ geehrt worden wie etwa Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta, Kultfilm-Legende Roland Klick und zuletzt Peter Schamoni.

Mehr Zeit für deutsches Kino: FILMZ 2009 einen Tag länger

Landeshauptstadt Mainz erstmals Veranstalter des Festivals

Noch größer, noch länger, noch mehr Filme – die neunte Ausgabe des Mainzer Festivals FILMZ bringt gleich zwei große Neuerungen für seine Besucher: Erstmalig ist die Landeshauptstadt Mainz 2009 offizielle Veranstalterin des viel beachteten Kulturevents. „Wir sind sehr glücklich über diese Entwicklung“, freut sich Sandra Blass von der Festivalleitung, „denn durch unsere Partnerschaft mit der Stadt Mainz ist es uns gelungen, eine stabilere finanzielle Grundlage für FILMZ zu schaffen. Außerdem bestätigt es den hohen Stellenwert des Festivals im lokalen und regionalen Kulturkalender.“

Ausrichter bleibt weiterhin der gemeinnützige Brainstream e.V., dessen Mitglieder das Festival seit Beginn an auf rein ehrenamtlicher Basis stemmen. „Was im Jahr 2001 klein und aus studentischem Engagement heraus entstand, hat sich bis heute zu einem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und sehr hochwertigen Filmfestival entwickelt, das regelmäßig den ,richtigen Riecher’ bei der Filmauswahl bewiesen hat“, lobt der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel. „Das Festival ist wichtig für die Stadt und daher freuen wir uns sehr, als Veranstalter FILMZ zu unterstützen und zu fördern.“

Mehr Zeit für neue Produktionen

Eine weitere Neuerung 2009 ist die verlängerte Festivalzeit: Statt auf fünf Tage kann sich das Publikum in diesem Jahr auf sechs Tage pralles Filmvergnügen freuen. Der Eröffnungsfilm wird bereits am Dienstag, 24. November gezeigt. Das Festival endet dann wie gewohnt am Sonntag, 29. November mit dem beliebten Kurzfilmwettbewerb – der schon längst kein Geheimtipp findiger Cineasten mehr ist! „Der zusätzliche Festivaltag bedeutet vor allem eine programmatische Entzerrung für die Besucher“, erklärt Urs Spörri aus der FILMZ-Leitungsgruppe. So gebe es durch Wiederholungen insgesamt die Möglichkeit, mehr von der Festivalvielfalt mitzunehmen. Zusätzlich sei so aber auch Platz für neue Veranstaltungen geschaffen worden, etwa einen dritten Filmabend mit dem besonderen Steckenpferd des Mainzer Filmevents: Mittellange Filme. „In Deutschland sind wir nach wie vor eines der wenigen Festivals, die mittellange Filme zwischen 20 und 45 Minuten zeigen. Wir haben dieses zukunftsträchtige Format mitentdeckt und es ist uns wichtig, diese Filme einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen“, so Spörri.

FILMZ 2008 bricht alle Rekorde

Magische 5000er Grenze bei Besucherzahlen geknackt / Mainzer Rad an „Vom Atmen unter Wasser“

Mehr Filme, mehr Filmemacher und noch mehr Besucher – so lautet die Bilanz des diesjährigen FILMZ, Festival des deutschen Kinos. Im Langfilmwettbewerb um den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis Mainzer Rad setzte sich „Vom Atmen unter Wasser“ gegen die neun Konkurrenzfilme durch und konnte mit einem hauchdünnen Vorsprung auf „Die zweite Frau“ den ersten Platz behaupten. Sieger des Kurzfilmwettbewerbs ist „Regenbogenengel“ von Anna Kasten. Insgesamt waren mehr als 100 Filmemacher nach Mainz gereist, um persönlich Rede und Antwort zu ihren Filmen zu stehen und den persönlichen Kontakt mit den Zuschauern aufzunehmen. Und die kamen zahlreich: Mit 5230 Besuchern konnte der Rekord von 2007 (damals waren es 4360 Besucher) nochmals getoppt werden. Ob kurz, lang oder mittellang, Doku- oder Spielfilm, lokal oder national – mehr als 70 Filmveranstaltungen sorgten bei FILMZ 2008 für Unterhaltung.

Vom Atmen unter Wasser” Gewinner des Langfilmwettbewerbs

„Das ist der erste Preis, den wir für unseren Film bekommen und es ist besonders toll, dass es auch noch ein Publikumspreis ist,“ freute sich Winfried Oelsner, der Regisseur von „Vom Atmen unter Wasser“ über den Gewinn des FILMZ-Publikumspreises für den besten Langfilm. Zusammen mit Drehbuchautorin und Lebenspartnerin Lisa-Marie Dickreiter nahm Oelsner am Sonntagabend im ausverkauften Residenz-Kino das von der Stadt Mainz gestiftete Preisgeld von 1.000 Euro sowie die vom Mainzer Juwelier Richard Weiland gestiftete Trophäe „Das Mainzer Rad“ entgegen.

Die strahlende Gewinnerin des Kurzfilmpreises Anna Kasten zeigte sich überwältigt: „Seinen kleinen Film auf dieser riesig großen Leinwand präsentierten zu können vor so vielen Menschen – das ist das größte, was passieren kann.“ Für „Regenbogenengel“ erhielt sie als Preisgeld 500 Euro, gesponsert von der Mainzer Produktionsfirma KONTRASTFILM sowie die FILMZ-Flamme als Trophäe. Den zweiten Platz belegte „Arbeit für alle“, dritter wurde „Nenn mich einfach Tobi B.“. Und es gab noch mehr Gewinner an diesem Abend im Residenz: Sebastian Weyland überzeugte die fachkundige Jury von seinem Filmkonzept „Simon Kemal Kernoszitski Ötztürk; Familie verpflichtet!“ und konnte den Preis, 300 Euro, eine FILMZ-Flamme sowie ein professionelles Lektorat entgegennehmen. „Im Grunde haben alle heute gewonnen, denn von 70 Einreichungen zu den fünf ausgewählten zu hören, das ist schon ein Erfolg,“ machte Tidi von Tiedemann von der Firma KONTRASTFILM als eines der Jurymitglieder auch den anderen Autoren Mut, ihre Ideen umzusetzen.

Bereits am Samstagabend, direkt im Anschluss an die Filmreihe, wurde der Gewinner der Rhein-Main-Rolle bekannt gegeben: Der 1. Preis, 250 Euro und eine Trophäe, entworfen von Stein Studio Inge Griss, ging an „Geigensolo“ von Karin Malwitz. Zweiter wurde „Janek“ von Piotr. J. Lewandowski (150 Euro), „Der Geburtstag“ von Carla Muresan und Stefan Sick lag in der Gunst des Publikums auf Rang drei (100 Euro). Auch die Dokumentarfilmreihe, die seit drei Jahren fester Bestandteil von FILMZ ist, konnte Erfolge vermelden. „Wir haben den Schnitt der Besucherzahlen im Dokumentarfilmbereich halten können“, berichtete Ümit Uludag von der Festivalleitung. Besonders erfreulich sei der noch intensivere Austausch zwischen den Filmemachern und dem Publikum gewesen.

Erneuter Besucherrekord bei FILMZ

Mit insgesamt 5230 Zuschauern konnte FILMZ, das 2008 nun zum zweiten Mal in den drei Haupt- Spielstätten Residenz, Cinémayence und CineStar stattfand, erneut eine Steigerung der Besucherzahlen erreichen. „Wir haben die magische 5000er Grenze geknackt. Nun gilt es, dieses hohe Niveau zu halten – denn zu toppen ist das nicht mehr,“ resümierte Leitungsgruppenmitglied Dr. Christoph Nuehlen und spielte damit auf das überausverkaufte Residenz-Kino am Sonntagabend an. 50 Kurzfilm-Interessierte mussten leider das Nachsehen
haben, da das Residenz – mit 538 Plätzen der größte Mainzer Kinosaal – förmlich aus allen Nähten platzte.

„Die harte Arbeit des letzten Jahres schlägt sich nicht nur in den Besucherzahlen, sondern auch in der Zufriedenheit unserer Gäste und Zuschauer nieder,“ betonte Jakob Fuhr von der Festivalleitung, der sich darüber freute, dass FILMZ als Plattform für deutsche Produktionen so gut angenommen wird.

Gut angenommen wurde auch das Stummfilmkonzert, das in diesem Jahr erstmals in der Altmünsterkirche lief. In stilvoller Atmosphäre verfolgten am Samstagabend mehr als 200 Menschen Murnaus „Faust – eine deutsche Volkssage“ und lauschten der musikalischen Begleitung durch Carsten-Stephan Graf von Bothmer an der Kirchenorgel. „Es war ein gelungener Abend voller Film und Musik“, fasste Urs Spörri vom FILMZ-Team zusammen. Sein besonderer Dank geht an die Altmünsterkirche, die extra für FILMZ sogar das Aufstellen des Weihnachtsbaums verlegt hatte.

Ein besonderer Höhepunkt des Festivals ist die Rückblende, die sich in diesem Jahr dem Regisseur und Produzenten Peter Schamoni widmete. Schamoni selbst besuchte das Festival von Freitag bis Samstag. „Ich bin fasziniert, dass junge Leute ohne Bezahlung aus Eigeninitiative ein Festival dieser Größenordnung auf die Beine stellen,“ so der preisgekrönte Filmemacher.

Das nächste FILMZ findet voraussichtlich vom 25. bis zum 29. November 2009 statt.